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Fachbereich
Dermatologie und Allergologie

PUVA

Bade-Puva-Therapie und UVA-Bestrahlung

Die Abkürzung PUVA steht für die Behandlung mit einem Lichtsensibilisator (8-Methoxypsoralen) und nachfolgender Bestrahlung mit langwelligem ultravioletten Licht (UVA). Hierbei kommt es zu Reaktionen, durch die u. a. die Zellteilung der Haut gehemmt und die Pigmentbildung angeregt wird.

Die Bade-Puva-Therapie

Zuerst erfolgt ein 20-minütiges Bad (Vollbad oder Teilkörperbad) in einem jeweils frisch zubereiteten, 37 °C warmem und 8-methoxypsoralenhaltigem Badewasser. Alternativ werden bei der PUVA-Creme-Therapie die betroffenen Hautareale (z. B. Handinnenflächen und Fußsohlen) mit einer 8-methoxypsoralen-haltigen Creme eingerieben.

Bade-Puva-Therapie

Nach Bendigung des Bades werden die gebadeten Hautaerale mit einem Handtuch abgetupft, jedoch nicht abgerieben. Es ist darauf zu achten, dass die betroffenen Hautareale an den unterschiedlichen Behandlungstagen jeweils gleichartig mit 8-Methoxypsoralen vorbehandelt werden.

Es ist strikt zu vermeiden, nach längerer Behandlung – ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – plötzlich weitere Hautareale zu baden oder einzucremen, die nicht durch die vorherige Therapie „abgehärtet“ worden sind, denn die in der Zwischenzeit gesteigerte UVA-Dosis wäre für die noch nicht abgehärteten Hautareale zu hoch. Ebenso ist es zu vermeiden, mit den benetzten oder eingecremten Händen andere Hautareale (z. B. das Gesicht) zu berühren. Kopf/Gesicht, Augen und Hals sollten bei einem Vollbad nicht mitgebadet werden.

Bei versehentlichem Kontakt dieser Areale mit dem Badewasser informieren Sie umgehend Ihren Arzt und spülen die Haut/Augen mit viel klarem Wasser ab!

UVA-Strahlung

Die UVA-Bestrahlung erfolgt bei der PUVA-Bad- und bei der PUVA-Turban-Therapie möglichst direkt im Anschluss an das Bad (maximal innerhalb von 20 Minuten). Bei der PUVA-Creme-Therapie erfolgt die UVA-Bestrahlung 60 Minuten nach dem – meist zu Hause schon durchgeführten – Eincremen der betroffenen Hauterale.

Während der Bestrahlung muss eine UV-Schutzbrille getragen werden und bei einer Bestrahlung in der Ganzkörperkabine müssen die männlichen Patienten ihre Genitalien mit Alufolie abdecken, da aufgrund der sehr lichtempfindlichen Haut in diesem Bereich ein erhöhtes Risiko besteht, einen Hauttumor zu entwickeln. Die Bestrahlungsdosis wird individuell für Sie von dem behandelnden Arzt festgelegt und in regelmäßigen Abständen gesteigert.

In der Anfangsphase erfolgt die Therapie in der Regel viermal pro Woche. Später kann die Bestrahlungshäufigkeit pro Woche gegebenfalls reduziert werden. Die gesamte Behandlungsdauer ist abhäng von der zu behandelnden Erkrankung (z. B. 6 bis 8 Wochen bei einer Schuppenflechte) und zudem individuell verschieden.

Im Falle einer längeren Therapieunterbrechung benachrichtigen Sie bitte den behandelnden Arzt und stellen sich vor der ersten Behandlung nach der Therapieunterbrechung persönlich bei ihm vor, damit, falls nötig, die UVA-Dosis reduziert werden kann!

Lichtempfindlichkeit

Im Anschluss an die Behandlung besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der gebadeten oder eingecremten Hautareale. Diese Lichtempfindlichkeit hält für mindestens 4 Stunden an. Deshalb ist es erforderlich, die gebadeten bzw. eingecremten Hautareale vor weiterer UV-Strahlung konsequent zu schützen.

Aufenthalte im Freien sollten deshalb am Behandlungstag mindestens für 4 Stunden nach der Bestrahlung vermieden werden. Bei einem Aufenthalt im Freien (auch bei bewölktem Himmel sowie hinter Fensterglas) ist – in Abhängigkeit von den mit 8-Methoxypsoralen behandelten Hautarealen – das Tragen von Handschuhen (z. B. Baumwollhandschuhe aus der Apotheke), das Tragen langärmeliger, lichtundurchlässiger Kleidung (Hemd, Hosen, Socken) notwendig. Sonnenbaden und Solariumbesuche sind an den Behandlungstagen strikt zu vermeiden. Bei einer PUVA-Creme-Therapie müssen die eingecremten Hautpartien bereits nach dem Eincremen vor UV-Strahlung durch das Tragen von Handschuhen, Socken etc. geschützt werden.

Bitte informieren Sie den behandelnden Arzt stets, wenn Sie neue Medikamente einnehmen sollen (z. B. Antibiotika wie Tetrazykline, Blutdruckmittel, Beruhigungsmittel, „Naturprodukte“ wie Johanniskraut), da bestimmte Medikamente Ihre Lichtempfindlichkeit erhöhen können. Bitte tragen Sie vor der Behandlung keine Lichtschutzstoffe oder parfümierten Kosmetika (Parfum, Seifen, Rasierwasser etc.) auf die Haut auf!

Während der Behandlung darf keine Schwangerschaft bestehen. Eine eingetretene Schwangerschaft muss dem behandelnden Arzt sofort mitgeteilt werden.

Die PUVA-Bad- und PUVA-Creme-Therapie ist eine hochwirksame, gut verträgliche Behandlungsmethode. Patienten, die eine Lichtbehandlung erhalten haben, sollten auch nach Abschluss der Behandlung langfristig in regelmäßiger hautärztlicher Kontrolle bleiben.

Vielen Dank für Ihr Interesse! Hautarzt-Praxis Dr. med. C. Nüchel, Dr. med. S. Hengge, Ihre Hautarzt-Praxis im Bereich Mönchengladbach, Viersen, Korchenbroich, Wegberg, Krefeld, Düsseldorf, Neuss und Köln und Aachen.
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